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Freitag, 28. Juni 2019

Pornographie verstehen

Den Tsunami der Pornographie verstehen und bekämpfen

Schon der Titel dieses Vortrags bringt die Ungeheuerlichkeit des Themas ins Bewusstsein. Die Präsenz der Pornografie beherrscht nicht erst durch das Internetzeitalter viele Menschen. Sie ist ein altes Projekt aus dem 18. Jahrhundert mit dem Ziel, die Gesellschaften, die auf christlichen Werten gegründet sind, zu zerstören bis hin zur Zerstörung der Menschheit. In diesem Beitrag werden zunächst die Konsequenzen der Pornografie nachvollziehbar aufgezeigt. Danach folgen Auswege, um diesem Dilemma zu entkommen und unsere Kinder vor dieser Seuche zu schützen.

16. AZK: Dr. François Billot de Lochner:
"Den Tsunami der Pornographie verstehen und bekämpfen"




Protokoll des Vortrags

Ivo Sasek:

Das nächste Thema ist schon gleich im Lied vorgekommen. Es war wie ein Rückblick auf das, was wir von Anke Kern gehört haben und ein Vorausblick auf das Thema, das jetzt kommt. Denn unser nächster Referent spricht über Sucht. Er spricht in Französisch. Also es geht nicht um eine französische Sucht, sondern er spricht einfach französisch und er bringt einen wunderbaren Übersetzer mit. Er müsste eigentlich die doppelte Zeit haben. Also er hat eine grosse Herausforderung mit seiner Sprache, sein Thema zu bewältigen.
Wenn er über Sucht spricht, spricht er aber nicht über Heroin, über Ecstasy oder nimm was du willst, Nikotin. Er spricht auch nicht über Alkoholiker oder ‚Workaholicer’. Das sind so die Süchte, die wir so erfolgreich als möglich seit 40 Jahren zu bekämpfen suchen in unserer Mitte. Er spricht über eine Version von Sucht, von der ich manchmal fürchte, ’s ist vielleicht schlimmer als all die eben Genannten. Vielleicht eine der schlimmsten Süchte der Gegenwart überhaupt und sie wird programmatisch in die Völker eingepumpt via Internet. Wir sprechen jetzt mal über Pornografie. Und ich weiss, die Kinder sind in erster Linie damit – wie soll ich sagen – im Visier dieser Menschen, die die Pornografie fördern. Ich weiss es noch aus meiner Jugend, ich war kaum zwölf Jahre alt, wurde ich von Jugendkommunisten eingenommen. Da wurde die Pornografie systematisch eingepumpt in diese Kreise. Die Leute waren alle kaputt innert kürzester Zeit, willenlose Opfer, die man einfach nur so lenken und fanatisieren konnte. Also ein ganz krasses Thema und sicher ist es nicht nur für die Kinder gefährlich, für die Erwachsenen, egal wer. Also jetzt wird ein Mann zu uns sprechen über den Tsunami der Pornografie. Ein aussergewöhnlicher Pionier. Wir heissen herzlich willkommen, jetzt hört mal mein französisch: Dr. François Billot de Lochner. Wir hören seine Biographie.

Film:

Dr. François Billot de Lochner
Geboren 1951 in Frankreich
Er ist verheiratet und Vater von sechs Kindern.

Ausbildung

Er absolvierte ein Studium am "Institut d'Etudes Politiques de Paris"
und an der "Ecole de Commerce de Lyon" und promovierte in Wirtschaftswissenschaften.

Seine berufliche Laufbahn fand vorwiegend in der Banken- und Finanzwelt statt:

  • Leiter mehrerer Banken
  • Bis 2007 Präsident der "Fédération Banque Finance Assurance à l'UMP"
  • Seit 2005 Vorsitzender verschiedener Investmentfonds
  • Herausgeber der Zeitschrift "Liberté Politique"

Seit den 90er Jahren engagiert er sich in Politik und verschiedenen Vereinen, insbesondere als:

  • Präsident von "France Audace" (etwa "Kühnes Frankreich") - einem Kollektiv von etwa 120 Initiativen, deren Ziel die Wiederaufrichtung Frankreichs ist, darunter insbesondere der Kampf gegen Pornographie
  • Präsident der "Fondation de Service politique" (Stiftung Politischer Dienst)
  • Autor verschiedener Essays, die die Auflösung der französischen Gesellschaft (Dekonstruktion) beschreiben und Lösungen zur Umkehrung dieses Prozesses aufzeigen
  • Präsident des Vereins "Stop au porno" (Stopp der Pornographie)

Der Hauptschwerpunkt der Arbeit von Dr. François Billot de Lochner ist heute daher der Kampf gegen die Pornographie. Dies kommt insbesonders zum Ausdruck in seinem Roman "Les Parfums du Château", veröffentlicht 2017 bei TerraMare.

Sein Vortragsthema heute lautet: Den Tsunami der Pornographie verstehen und bekämpfen

Vortrag:

Dr. François Billot de Lochner

Liebe Freunde!
Da ich nicht Deutsch spreche, habe ich einen Übersetzer. Ich habe eine wichtige Entscheidung getroffen. Ich hatte schon alles auf schriftliche Weise vorbereitet und das hatte mit meiner künstlichen Intelligenz zu tun. Und ich habe entschieden, heute nur mit meinem Herzen zu reden. (starker Applaus)
Warum habe ich diese Entscheidung getroffen? Weil heute Morgen hat uns der Herr Präsident gezeigt, dass das Herz das beste Mittel ist, die Intelligenz zu treffen. Vorweg möchte ich den Organisatoren danken aber auch den ganzen Menschen, die hier sind, dass sie akzeptieren, Dinge über ein solch dramatisches Thema wie die Pornografie zu hören.
Vor einigen Wochen war ich in einem großen muslimischen Land. Ich habe mit politischen und religiösen Würdenträgern diskutiert und auf einmal sagten sie zu mir: Der Westen hat ein fundamentales Problem, das ist die Pornografie. Und die Pornografie wird den Westen umbringen, wenn ihr nichts macht. Und ich glaube, dass sie total Recht haben.
Ich möchte vorneweg sagen, wenn man an Pornografie denkt, denkt man direkt an Internet. Aber in Wahrheit ist das viel mehr als nur Internet. Wie es heute Morgen schon gesagt wurde: Die Pornografie ist ein altes Projekt, das zum Ziel hat, die Gesellschaften, die auf christlichen Werten gegründet sind, zu zerstören - und endgültig die Menschheit zu zerstören.
Schon im 18. Jahrhundert haben die europäischen Philosophen sehr viel über Pornografie gesprochen und haben öffentlich erklärt, dass um die soziale Ordnung, die sie gehasst haben, zu zerstören, müsste man das Bild der Frau zerstören, indem man Pornografie verbreitet und indem man zu einem System kommt, wo Sexualität etwas völlig Normales ist. Die Wissenschaftler des 19. Jh. und die Freiheitsdenker des 20. Jh. haben das fortgeführt, was schon geplant wurde von den Philosophen des 18. Jh. Also ist Pornografie nicht nur Internet.
Ich würde auch einen Fakt gerne unterstreichen, dass die heutigen Firmen für jeden einzelnen einen pornografischen Weg gebaut haben, dem man sich eigentlich nicht entziehen kann. Von morgens bis abends erlebt jeder Einzelne eine permanente Aggression:
Im Radio werden semipornografische Inhalte verbreitet. In den Zeitungen werden semipornografische Inhalte verbreitet. In Büchern, in denen pornografische Inhalte vermittelt werden, die Anzeigen in Büchereien, die Abendradiosendungen, die darauf abzielen, Jugendliche zu erreichen - und das alles bildet einen pornografischen Weg, dem es sehr schwer ist, sich zu entziehen. So ist es in Frankreich, aber sicherlich nicht in der Schweiz?
Also leben wir in einer pornografischen Welt - und die Pornografen denken, dass sie triumphiert haben. Einige Zahlen nur zum Durchgehen: Während wir hier sprechen, sind ein Drittel der Suchanfragen auf der Suchmaschine Google auf pornografische Seiten. Das ist wirklich Angst einflössend. Die erste pornografische Seite auf der Welt hat 300 Millionen Abonnenten und hat ein Videomaterial von 13 Milliarden Videos. Die vier führenden pornografischen Seiten weltweit verbreiten in einem Jahr 380 Milliarden pornografische Videos. Wer würde heute sich trauen zu sagen, dass das kein Tsunami ist. Wir leben wirklich in einer erschreckenden Welt!
Wer ist heute von Pornografie betroffen? Durch die seriösesten Studien wissen wir, dass 90 % der Bevölkerung mehr oder minder (ungefähr) pornografischen Inhalten unterliegt. 90 Prozent! Also haben Sie komplett Recht, Herr Präsident, Pornografie betrifft nicht nur Jugendliche - das betrifft uns alle ab dem 3. Lebensjahr bis zum 99. Aber natürlich ist die junge Bevölkerung die am meisten betroffene.

Was sind jetzt die Konsequenzen der Pornografie?

1. Pornografie zerstört komplett die Person.

Es tut mir sehr leid, aber wir haben sehr, sehr kleine Teile in unserem Körper: eine Seele, eine Intelligenz, ein Herz und einen gesamten Körper. Die Pornografen sagen, dass der Mensch nur ein kleiner Teil des Körpers sei. Das ist ein purer Skandal, wissenschaftlich, philosophisch, moralisch. Die Pornografen sind Feinde der gesamten Menschheit. Die Pornografie erreicht in Tiefen das Gehirn. Wir haben in unserem Gehirn eine Substanz, die sich Dopamin nennt. Diese Substanz erlaubt uns, unseren Erstbedürfnissen zu antworten. Wenn ich auf dem Tisch schönes Essen sehe, handelt mein Dopamin - und ich habe Lust, dieses Essen zu verzehren. Das sind Erstbedürfnisse und die Sexualität gehört zu diesen Erstbedürfnissen.
Auf lange Dauer ist aber Pornografie dafür verantwortlich, dass Reaktionen von Dopamin ausgelöscht werden. Und das ist der Grund, weshalb - wenn man sich komplett in Pornografie hinein gibt - Dopamin nicht mehr reagiert, die Sexualität problematisch wird und man braucht immer mehr Pornografie, um sich zu stimulieren. Es ist also eine komplette Zerstörung des Menschen!

2. Die Zerstörung durch Pornografie ist die Zerstörung der sozialen Kontakte.

Wie könnten wir uns vorstellen, dass jemand, der dauerhaft pornografische Inhalte konsumiert, nicht denken wird, dass die Frau nicht mehr eine Frau ist, sondern ein Lustobjekt - ein Objekt, das man als Mann verbrauchen kann. Und wie könnte man sich vorstellen, dieselbe Sache auf Frauen übertragen, die sich der Pornografie hingeben. Die Pornografie zerstört soziale Beziehungen. Außerdem sperren sich für gewöhnlich Menschen, die sich der Pornografie hingeben, zu Hause ein. Der zweite Aspekt ist das soziale Desaster.

3. Der dritte Punkt ist das familiäre Desaster.

Wie könnte man sich vorstellen, dass während in einem Haushalt der Herr pornografische Inhalte konsumiert, dass die Dame des Hauses das akzeptiert. Und umgekehrt genauso. Was dazu führt, dass Pornografie eines der Hauptgründe für Scheidungen heutzutage ist. Hier sieht man deutlich, dass Pornografie nicht nur die Person tötet, sondern auch die sozialen Beziehungen.
In unserer Organisation haben wir erschreckende Zeugnisse von Leuten, die sich eingesperrt haben durch Pornographie und die uns berichten, dass sie von sich selber behaupten würden, dass sie tot sind. Die Pornografie ist wie der Tod eines Menschen.

Was können wir tun? Weil wir Dinge tun können, auch wenn diese sehr kompliziert sind.

Die erste Sache, die wir tun können oder tun sollen ist, die familiäre Festung wieder aufzubauen. Der erste Kampf gegen Pornografie kann nur im Inneren der Familie stattfinden.
Was bedeutet das in der Praxis?
Erstens sollte man alle pornografischen Materialien innerhalb seines Hauses vermeiden. Man sollte daraus ein "Reich der familiären Reinheit" machen. Und das ist sehr fordernd und betrifft nicht nur das Internet. Natürlich sollten junge Kinder keine Computer in ihren Zimmern haben. Sie sollten in ihrem Zimmer nicht die Freiheit haben, das Handy einfach so nutzen zu können. Oder man sollte dann alle möglichen Sicherheitsvorkehrungen auf diesen Geräten installieren. Aber es gibt nicht nur das.
Ich bin immer noch sehr erstaunt von Zeugnissen, die ich durch Familien bekomme, von Eltern, die zu mir sagen: Ja wir haben so semipornografische Bücher, aber die sind ganz oben im Bücherregal. Wie können Eltern so rücksichtslos sein? Sobald sie aus dem Haus sind, werden die Kinder logischerweise auf Stühle steigen, um diese Bücher zu nehmen. Also sollte man zuhause aufräumen und sein Haus gründlichst von allen pornografischen Inhalten säubern. Die Bücher, die Hefte, die DVDs, alles was Pornografie ist in den Müll.

Ich will euch eine kurze Anekdote erzählen. Es gibt einen berühmten französischen Schriftsteller, der heißt Houellebecq. Houellebecq hat etwas geschrieben vor vier Jahren. Sehr schön geschrieben, sehr reizend, was von sehr vielen Menschen auch gekauft wurde und alles war super gut. Aber in diesen 300 Seiten gab es 40 Seiten, die höchst pornografisch waren. Alle Familien haben sich darum gerissen, um Houellebecq zu kaufen. Das ist einfach nur dumm und skandalös! Oftmals werde ich in Konferenzen in Frankreich ausgepfiffen, wenn ich diese Anekdote erzähle, weil jeder dieses Buch gekauft hat.
Das war nun das, was das Familienleben betrifft. Man sollte sich aber nicht auf seiner familiären Festung ausruhen. Heutzutage muss man für seine Kinder die Schulen genauer anschauen, in welchen es manchmal mehr, manchmal weniger Moral als anderswo geben kann. Weil ein Diplom sicherlich sehr wichtig ist, aber die persönliche Entfaltung der Kinder geht nicht nur über ein Diplom.

Ich würde gern zwei Ratschläge geben, die mir sehr wichtig erscheinen.

1. Ich glaube, dass man im Familienleben wirklich nicht Angst haben sollte, über Moral zu sprechen. 

Jeder weiß sehr genau, dass es ein Gutes gibt, was Glück bringt und dass es ein Schlechtes gibt, das auch Schlechtes bringt. So was nennt man Moral. Aber in Frankreich ist es seither verboten, über Moralvorstellungen oder Moral zu reden. Auch in den katholischen, protestantischen, evangelischen Bereichen, weil man irgendwie denkt, dass das kontraproduktiv sei. Aber kontraproduktiv in Bezug auf was? Natürlich, dass die Kinder wissen, dass man ihnen vom Guten für das Glück und vom Schlechten das Schlechte beibringt. Und wir suchen keine schlechten Argumente, so was wie eine Suppe. So, das sind sehr, sehr platte, stumpfe Wortwahlen - aus Angst, die Dinge so zu benennen, wie sie sind.
Ich werde das wieder aufgreifen, was vorhin gesagt wurde: Seien wir frei und ehrlich! Die Freiheit für die Wahrheit und die Wahrheit in Freiheit!
Es ist auch möglich in Bezug auf die Gesellschaft zu handeln und ich glaube, dass man das unbedingt machen muss, weil es um die Zukunft der Menschheit geht. Ohne hier Werbung für meine eigene Organisation machen zu wollen, würde ich Ihnen gerne erklären, was wir in diesem Moment machen, um gegen Pornografie zu kämpfen.
Erstens bin ich unterwegs in ganz Frankreich und jetzt in der Schweiz, damit die Leute, die mir gegenüberstehen, verstehen, dass die Pornografie ein weltweites Drama ist. Ich bin sehr darüber erstaunt, dass in Frankreich, dadurch dass Erwachsene sich nicht für das Thema interessieren, es quasi untergeht. Vielleicht haben sie Angst. Also machen wir durchgehend Konferenzen.

2. Die zweite Sache ist auf politischer Ebene. 

Bei jeder Wahl besuche ich die Präsidentschaftswahlkampfteilnehmer und stelle ihnen die Frage: in ihr politisches Programm aufzunehmen, dass sie gegen Pornografie aktiv vorgehen. 2017 haben zwei große Parteien ihr Recht eingewilligt, etwas über Pornografie einzubringen. Das war das erste Mal. Also ist es ein ganz kleines Licht.

3. Wir treten oft mit Eltern in Kontakt. 

Weil heutzutage treten oftmals die Eltern zurück und wollen nicht so oft mit ihren Kindern über dieses Problem reden und überlassen den Schulen, anderen freiwilligen Helfern und Psychologen mit ihren Kindern über dieses Thema zu reden. Und das ist katastrophal! Warum?
Weil diese Erzieher das in Gruppen machen. Gruppen, die ganz und gar nicht homogen sind. Sie sagen Kindern, die zwölf Jahre alt sind, dieselben Sachen wie Kindern, die acht Jahre alt sind. Und das ist eine pure Katastrophe. Schon zwischen zwei Kindern, die zwölf Jahre alt sind, gibt es erhebliche Unterschiede. Aber zwischen zwölf und acht Jahren ist das eine Kluft, die die beiden Alter trennt. Andererseits haben alle diese "Erzieher" - also übergeben sie den Kindern Bücher, die so grausam sind. Die alles genau detailliert beschreiben, die aber auch so wissenschaftlich sind und die überhaupt nicht auf die moralische Komponente eingehen, weil dies ja kontraproduktiv sei. Das Resultat davon ist: Ich glaube, dass diese Erziehungskurse mehr das Resultat haben, dass die Kinder zur Pornografie hingedrängt werden als dass sie davon abgehalten werden. Also seid vorsichtig!

Der nächste Punkt, den ich ansprechen würde, ist die Art und Weise wie man darüber spricht.
Seit ungefähr 30 Jahren ist es in Frankreich modern, dass man am detailliertesten darüber berichtet. Das ist wirklich abnormal. Und man muss absolut kein Psychologe sein, um diese Sachen zu tun. Jeder weiß, dass 9- oder 10-jährige Kinder in einem sozusagen Latenzalter leben und dass diese Themen sie in keinster Weise interessieren. Warum zwingt man 9- oder 10-jährige Kinder nicht normal zu leben und versucht, ihnen körperlich und rational Dinge einzupflanzen, die sie in diesem Alter perfekt ignorieren können. Für Familien ist dieses Thema sehr wichtig aber, ich erkenne es selber, auch sehr kompliziert.

Ich würde meine Zeit nicht gerne überschreiten, also werde ich weiter gehen. Ich würde gerne vier oder fünf Beispiele nennen, die wunderschöne Lichtblicke in dieser dunklen pornografischen Welt sind:
Pixabay - Lizenzfrei
Wenn Sie heute nach Moskau reisen und wenn Sie (dort) ins Internet gehen, werden Sie kein einziges pornografisches Video finden können. Russland hat alle pornografischen Seiten blockiert! Ich erinnere mich an eine Diskussion mit dem französischen Präsidenten, in der er sagte: "Ihr werdet sehen, ich werde alle pornografischen Seiten sperren lassen." Natürlich hat er nichts gemacht, Putin hat es getan - aber der französische Präsident hasst Putin. Dies kann das natürlich erklären.
Ein anderes sehr interessantes Beispiel. Kennen Sie die Stadt Toowoomba? Kennt keiner die Stadt Toowoomba? Ich war dort vor kurzer Zeit. Das ist eine Stadt in Australien mit 150.000 Einwohnern - das ist kein kleines Dorf. Vereine, Eltern und Gewählte haben sich zusammengeschlossen und haben beschlossen, alle pornografischen Elemente aus der Stadt Toowoomba zu entfernen. Und wenn sie heute in dieser Stadt spazieren gehen, sind sie sicher, vorm pornografischen Tsunami beschützt zu sein. Darüber hinaus und während ich Sie so anschaue, habe ich eine Idee. Ja, ja, ich habe eine Idee.
Ich werde euch die Anekdote erzählen und dann erzähle ich euch von meiner Idee. Der Bürgermeister von Toowoomba hat beschlossen, dass er auf den zentralen Platz der Stadt alle kommen lässt, die öffentlich einen antipornografischen Schwur leisten wollen. Und hunderte Menschen sind gekommen und haben diesen antipornografischen Schwur geleistet. Ja.
Ich glaube, Ihr habt meine Idee verstanden. Ihr müsstet mich in ein paar Monaten wieder einladen. Stellt euch vor, ein so gefüllter Saal spricht einen antipornografischen Schwur laut aus. Das könnte um die ganze Welt gehen.
Ich werde natürlich nicht bei allen Lichtblicken ins Detail gehen, aber es gibt sehr viele Lichtblicke in diesem Moment - auf alle Fälle in Frankreich. Seit circa einem Jahr verwenden viele Medien das, was wir über Pornografie sagen - komplett egal in welche politische Ecke man diese Medien einordnen würde. Also ist das wirklich eine große Freude für uns, weil wir nicht eingesperrt sind in eine limitierte Protestaktion. Aber im Gegenzug öffnen wir das Feld für eine globale Reflexion.
Ein anderer Punkt: Der Verein „Porno Stopp“, von dem wir vor kurzem geredet haben, hat gerichtlich den Bildungsminister angefochten, weil er die Kinder dazu angestiftet hat, pornografische Inhalte zu konsumieren. Weil in Frankreich haben die jetzigen Minister den Entschluss gefasst, diese Generation in hohem Grade zu sexualisieren, also die Jugend in hohem Grade zu sexualisieren. Hätte ich es bei mir, hätte ich euch ein kleines Büchlein gezeigt - das an die Schüler verteilt wird - das so pornografisch ist, dass ich begonnen habe es zu lesen und [gleich wieder] aufgehört habe, es zu lesen. Ich hatte das Gefühl, dass ich mich gleich übergeben muss. Ich habe mir gedacht: Kinder, die 7, 10 oder 14 Jahre alt sind, ohne jegliche Vorbereitung müssten jetzt diese Gehirnwäsche über sich ergehen lassen - das ist untragbar und das verdient ein Gerichtsurteil.
Die ehemalige Bildungsministerin in Frankreich muss hier genannt werden – sie heißt Frau Belkacem, ist französisch-marokkanischer Abstammung - die die Bildung Frankreichs auf derartige Weise sexualisiert hat, indem sie für Schüler pornografische Seiten geöffnet hat, die ein komplett lockeres Leben in Frankreich zeigen sollten. Aber wenn sie jetzt nach Marokko gehen würde, zieht sie lange Röcke an und benützt ein Kopftuch.
Und hier sieht man den unglaublichen Gegensatz der Elite, die überhaupt keine Moral mehr besitzt und die je nach Land ihr Verhalten komplett ändert. Wäre Frau Belkacem Bildungsministerin in Marokko, würde sie genau das Gegenteil machen von dem, was sie in Frankreich gemacht hat - sonst würde ihr lebenslange Haft drohen.
Aber diese Eliten sind sehr intelligent und wissen ganz genau, was sie machen können und was nicht. Und sie treiben es an die Spitze, aber bleiben genau bei dieser gelben Linie stehen. Das Problem ist, dass ich denke, dass diese Linie schon längst überschritten wurde und ich auf das Gerichtsurteil warte - ich hoffe in einigen Monaten.
Die Richter in Frankreich haben beschlossen und einen Brief hinausgegeben, dass pornografische Inhalte keinerlei Problem darstellen - im Namen der individuellen Freiheit. Liebe Freunde, welche individuelle Freiheit? In Frankreich gibt es ein Strafgesetzbuch, das Pornografie verurteilt, von härtesten Gefängnisstrafen bis zu schwersten Bußen. Aber dieses Strafgesetz wird nicht mehr angewendet - im Namen der Freiheit.
Liebe Freunde, ich würde gerne zum Ende kommen und überbringe Euch noch gerne eine sehr authentische, sehr echte und sehr persönliche Nachricht:
Wenn ich eine derartige Organisation sehe, wenn ich eine so schöne Halle wie diese hier sehe, wenn ich diese unglaublichen Persönlichkeiten bis ganz hinten im Saal sehe, die ehrlich leben; die akzeptieren, schwierige Konferenzen und schwierige Diskussionen zu haben. Seid euch sicher, dass es Dank Euch ist, dass wir diese Art Kämpfe weiter fortführen. Ihr seid die Helden des 21. Jahrhunderts und ich danke euch dafür!

Ivo Sasek:

Danke, du hast wunderbar übersetzt, danke. Ja - pfeift ihm zu, schön! Ganz herzlichen Dank.
Ich würde sagen, er ist ein Held dieser Zeit. Da steht ein Mann – wisst ihr – er ist ein Mann. Wir wissen, wie Männer sind. Einfach nur wunderbar, wie er diese Dinge dargelegt hat. Vive la France. Vive la Durumba. Das hat mich sehr beeindruckt diese Stadt. Das ist gewaltig, einfach das sowas geht. Ich hätte weinen können, als der Mann erzählt, dass er ausgepfiffen wird, wenn er als Mann hier hinsteht und mal klare Sprache redet. Drum hat ’s mich umso mehr gefreut, dass wir dir zupfeifen konnten. Zupfeifen, du hast das richtig verstanden. Mach weiter so, macht eure Bewegung weiter so! Wir lieben euch. Wir lieben euch. Vielen Dank. Vielen Dank.

FILM - Vorspann

Das Programm von "Liberté Politique": Handeln, handeln und wieder handeln. Denken und Reden reicht nicht aus. Es muss gehandelt werden, um das Gemeinwohl zu fördern. Die Zielsetzung der "Liberté Politique" ist es, auf der politischen und wirtschaftlichen, sozialen, moralischen und kulturellen Ebene zu handeln.
Sprecher: Junge Menschen, vor allem Jungen greifen immer früher auf pornografische Bilder zu. In ihrem Zimmer oder auf dem Schulhof, auf den Bildschirm ihres Computers oder Mobiltelefons. 43 % der 11-13-Jährigen und 68 % der 15-17-Jährigen hatten bereits auf anstößige Inhalte im Internet zugegriffen.

Constanze Prazel - Fondation de Service politique
"Die verheerende Auswirkung der Pornografie auf junge Teenager - und das immer früher - werden identifiziert, bleiben aber tabu. Die Bewegung politischer Freiheit, die sich für die Verteidigung der Vision der integralen menschlichen Sexualität einsetzt und die männlichen und die weiblichen Unterschiede respektiert, hat dies zu einen ihrer privilegierten Kämpfe gemacht."

François Billot de Lochner
Der pornografische Tsunami ist eine schreckliche Tragödie, die den Menschen und die Gesellschaft als Ganzes umbringt. Wir sind schon sehr lange an diesem Thema interessiert und ich freue mich, dass einige Zeitungen damit beginnen, das Thema weiter zu entwickeln. Die katholische Kirche beginnt sehr zögerlich, ein wenig darüber zu sprechen. Und sogar Emmanuel Macron: ‚Durch die Vereinigung der virtuellen Welt, Stereotypisierung, Dominanz und Gewalt hat die Pornografie dank digitaler Werkzeuge einen Platz in unseren Schulen gefunden.'
Ich bin sehr zurückhaltend gegenüber Aussagen. Vor etwa zehn Jahren hat Nicolas Sarkozy einige ganz außergewöhnliche Aussagen zu diesem Thema gemacht, denen nie eine Wirkung folgte: ‚Der Kampf gegen die Pornografie - der Kampf gegen den Zugang zur Pornografie - der Kampf gegen die Pornografie, es wurde nur sehr wenig getan …'
Also hütet euch vor Aussagen. Deshalb begnügt sich die Stiftung Politsicher Dienst, deren Vorsitzender ich die Ehre habe zu sein, nicht mit Aussagen. Im Sommer haben wir eine Vereinigung ‚STOPauPORNO.fr' gegründet, die darauf abzielt, frontal gegen Pornografie auf allen Ebenen, auf allen Stufen zum Schutz aller Bevölkerungsgruppen zu kämpfen.
Vor einem Jahr habe ich einen Roman ‚Les Parfums du Château' auf deutsch ‚Die Düfte des Schlosses' geschrieben, der dieses Problem von oben - wenn ich so sagen darf - von der Schönheit her analysiert, in dem eine Familiengeschichte beschrieben wird. Auf Gefühle, die wir nicht mehr kennen, auf Einstellung der Reinheit, die nicht mehr existiert und die völlig veraltet doch sehr lebendig in einer prestigen resistenten Bevölkerung erscheinen.
Die Pornografie ist eine absolute Tragödie. Sie ist heute ein Monster. Sie ist eine riesige Industrie, die Vermögen einbringt. Auf der moralischen Ebene ist sie ein außergewöhnliches Mittel zur Zerstörung der Gesellschaft. Die Linke hat das vollkommen verstanden. Sie ist sehr intelligent und deshalb zerstört sie insbesondere durch die Sexualerziehung, durch die nationale Bildung, sodass die Stiftung ‚Politscher Dienst' - deren Vorsitzender ich bin zurzeit - wegen der Anstiftung zur Ausschweifung klagt. Der Prozess läuft und der Minister selbst hat uns gerade geschrieben, um uns mitzuteilen, dass er den Generaldirektor für Bildung mit der Untersuchung dieses Problems beauftragt hat. Allerdings setzen wir den Prozess fort.

Und wenn wir gewinnen, denke ich, dass wir eine Flasche Champagner öffnen können. Denn ich denke, es wird ein ziemlich entscheidender Schritt im Kampf gegen die Pornografie sein. Aber ich möchte, dass das Handeln im Mittelpunkt dessen steht, was wir tun können. Reden reicht nicht mehr aus, wir müssen wirklich handeln.

von Dr. François Billot de Lochner


Quellen/Links:
16. AZK Konferenz

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